Schweiz

Irlands raue Küste

Bislang führt Schweizer Whisky mit seiner kurzen Geschichte noch ein Dasein als Geheimtipp. Die kleine, aber feine Nische der Schweizer Whiskys wartet jedoch bereits jetzt mit vielseitigen und hochwertigen Tropfen auf.

 

Eine wichtige Rolle in der noch jungen Geschichte des Schweizer Whiskys spielt eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 1999. Im Jahr 1885 wurde es in der Schweiz verboten, Spirituosen aus Kartoffeln und Getreide zu brennen. Zwar hob der Gesetzgeber bereits 1947 die aus dem zweiten Weltkrieg stammende Rationierung von Lebensmitteln auf. Es bleib jedoch bis 1997 beziehungsweise 1999 untersagt, Kartoffeln beziehungsweise Getreide zu destillieren. Entsprechend begannen die Schweizer erst im Jahr 1999 mit dem Brennen von Whisky. Seit diesem Jahr haben sich in der Schweiz um die 60 Whisky-Marken herausgebildet.

 

Etwa drei Jahre nach der Gesetzesänderung kamen bereits die ersten Schweizer Whiskys auf den Markt. Einen einfachen Getreidebrand präsentierte die Brauerei Rugenbräu aus Interlaken sogar schon am 30. Juni 1999. Im Verlauf der folgenden Jahre kamen weitere Brands hinzu. Diese werden teilweise von jüngeren Firmen und teils von traditionellen Destillerien und Brauereien in Familienbetrieb entwickelt.

Der aktuelle Marktanteil Schweizer Whiskys ist mit etwa zwei Prozent der im Land konsumierten Whiskys noch vergleichsweise gering; jährlich stellen Schweizer Brennereien etwa 380 Hektoliter Whisky lokal her. Zum Vergleich: Importiert werden jährlich ca. 18000 Hektoliter.


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